Jacques Janzen über die Partyreihe Moving in der Berliner Malzfabrik: „Wir bauen unsere Räume jedes Mal von Grund auf neu”

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Die Moving kehrt am kommenden Samstag ins Found, auch bekannt als Malzfabrik, zurück – mit Triebwerk-Resident Cynthia Matisse, dem Minimal-Act der Stunde Lb Honne und dem Modular-Live-Duo aus O/Y & aantz, die von den Residents Elsaq und Jacques Janzen unterstützt werden. Wir haben mit Mitveranstalter Jacques Janzen über die Venue, das Team hinter der Partyreihe und den Umgang mit dem schwierigen Promoter-Alltag gesprochen.

GROOVE: Found und Malzfabrik sind eher für große Veranstaltungen bekannt. Warum habt ihr die Venue für euer intimes Event ausgesucht?

Jacques Janzen: Das Gelände ist im Sommer eine grüne Oase in Berlin, die durch die hohen Mauern ein Gefühl von Sicherheit und Intimität erzeugt. Auch wenn wir meistens die kleine Dachterrasse als Dancefloor genutzt haben, können unsere Gäste auf dem gesamten Gelände Zeit verbringen. Hier gibt es abseits des Floors viele besondere Ecken zum Verweilen: vom Industriecharme im Hauptgebäude über den wunderschönen und weitläufigen Garten bis hin zum von quakenden Fröschen umgebenden Schwimmteich inklusive kleinem Strand. Ein Ort der Gegensätze, an dem die Musik sich fließend mit ihrem Umfeld verbinden kann.

Wer verbirgt sich hinter Moving? Wie habt ihr euch kennengelernt, was teilt ihr und wie arbeitet ihr?

Wir haben uns auf den Dancefloors von Good2U und Heideglühen kennengelernt und sofort gemerkt, dass wir ähnlich verrückt nach fetten Beats sind und gemeinsam ordentlich Power haben, um Neues umzusetzen. Moving ist in erster Linie aus der Idee von Paul alias Elsaq und mir entstanden – mittlerweile übernimmt Paul das Booking und ist sozusagen der Visionär von Moving. Seine Schwester Anna ist seit Tag eins für den grafischen und szenografischen Bereich verantwortlich, ich kümmere mich um die gesamte Produktion. Dazu kommen aber noch super viele Freunde, die uns bei jeder Moving tatkräftig unterstützen – Malzfabrik und FOUND sind ja kein Club, wir müssen unsere Räume dort jedesmal von Grund auf neu bauen. Das braucht viele Hände, ohne die das ganze Projekt überhaupt nicht möglich wäre. Dafür sind wir natürlich sehr dankbar.

Ihr arbeitet sogar mit einem Designstudio zusammen, Teuber Kohlhoff. Was steuern die zur Party bei?

Teuber Kohlhoff ist das Designstudio der bereits erwähnten Anna und ihrer Partnerin Franzi. Gemeinsam unterstützen sie die Partyreihe von Anfang an mit neuen Ideen und kreativen Konzepten. Dadurch entstehen jedes Mal eine eigene Ästhetik und eine besondere Atmosphäre, die für uns ein wichtiger Teil von Moving ist.

Promoter:innen haben es zurzeit schwer – wie schafft ihr es, über die Runden zu kommen? Verfolgt ihr ein Ziel mit euren Partys oder macht ihr sie aus Spaß an der Sache?

Moving ist eine reine Herzenssache. Wir machen das aus Überzeugung und weil wir Lust auf fette Beats haben. Wenn es darum ginge, damit über die Runden zu kommen, gäbe es das Projekt schon nicht mehr. Wir stecken so viel Zeit und Ressourcen rein – vielleicht bleibt irgendwann mal was hängen, aber bisher werden wir durch besondere Momente und neue Begegnungen belohnt, und das muss erst mal reichen.

Moving
29. August 2026
20 Uhr bis spät
FOUND/Malzfabrik

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