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Drexciya: US-Präsident Trump kritisiert Ausstellung

Die Ausstellung From the Deep: In the Wake of Drexciya der US-amerikanischen Fotografin Ayana V. Jackson wird in einer Liste des Weißen Hauses als „anti-amerikanisch” gebrandmarkt. In der Ausstellung geht es um den drexciyanischen Entstehungsmythos, eine afrofuturistische Vision eines „Königreichs unter Wasser, das von den Kindern der schwangeren Frauen bevölkert wird, die während der Überquerung der Middle Passage getötet wurden.” Diese Vision wurde in den Neunzigern vom Techno-Duo Drexciya entwickelt und in mehreren Veröffentlichungen des Duos selbst sowie weiterer Künstler:innen behandelt.

In der Ausstellung, die in Feuilletons positiv besprochen wurde, sind neben Werken Jacksons auch Künstler:innen aus dem Senegal oder Nigeria zu sehen. Das Projekt war vom März 2023 bis April vergangenen Jahres im Smithsonian National Museum of African Art in Washington, D.C. ausgestellt.

Auf der Liste des Weißen Hauses werden neben der Drexciya-Ausstellung die Beflaggung des Museums mit der Regenbogenflagge, ein Gemälde, das den Übertritt der texanisch-mexikanischen Grenze durch Geflüchtete zeigt, oder eine Animation der Karriere des US-amerikanischen Immunologen Anthony Fauci kritisiert.

Die Veröffentlichung des Communiqués erfolgt kurz nach der Aufforderung der Trump-Regierung, alle Veröffentlichungen des Museums zur Abnahme durch das Präsidialamt einzureichen. Das Smithsonian betonte schon im Juni in einer Stellungnahme die institutionelle Unabhängigkeit seiner betreuten Museen. Ziel der Aktion durch die US-Regierung ist die Kontrolle der Geschichtsdarstellungen vor dem 250. Geburtstag der USA im nächsten Jahr.

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